Mitbewohner,  Rezensionen

Wie ein Leuchten in tiefer Nacht – Jojo Moyes

Auf Jojo Moyes Wie ein Leuchten in tiefer Nacht hat mich die liebe Reese Witherspoon in ihrem Instagram Buchclub aufmerksam gemacht. Ich mag Reese seit Sweet Home Alabama so sehr! Da sie auch Der Gesang der Flusskrebse (Rezi hier) im Buchclubportfolio hat und mich das Buch vollkommen überzeugen konnte, war ich auf das nächste Buch gespannt.

Spoiler vorweg: Es bleibt nicht mein letztes von Reese empfohlenes Buch. Die Frau hat guten Lesegeschmack.


Der Klappentext von Wie ein Leuchten in tiefer Nacht für euch:

1937: Hals über Kopf folgt die Engländerin Alice ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Doch anstatt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten findet sie sich in Baileyville wieder, einem Nest in den Bergen Kentuckys. Mächtigster Mann ist der tyrannische Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, ihr Schwiegervater, unter dessen Dach sie leben muss.
Neuen Lebensmut schöpft Alice erst, als sie sich den Frauen der Packhorse Library anschließt, einer der Bibliotheken auf dem Lande, die auf Initiative von Eleanor Roosevelt gegründet wurden. Wer zu krank oder zu alt ist, dem bringen die Frauen die Bücher nach Hause. Tag für Tag reiten sie auf schwer bepackten Pferden in die Berge.
Alice liebt ihre Aufgabe, die wilde Natur und deren Bewohner. Und sie fasst den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Gegen alle Widerstände.


Ein Buch in dem es darum geht, Menschen die sonst nicht die Möglichkeit dazu hätten mit Büchern zu versorgen? Wie mir Bücherwurm, der Lesen für etwas ganz essentielles hält, das wohl gefallen hat? RICHTIG!

Schon lange möchte ich mal eine Biografie über Eleanor Roosevelt lesen, ihre Idee eine mobile Bücherei in Amerika zu gründen hat diesen Wunsch nun noch mehr bestärkt.
Hätte ich 1937 in Kentucky gelebt, glaubt mir so schnell wie ich auf dem Pferd mit einer Büchertasche gesessen hätte, so schnell hätte keiner gucken können! (Und ich hab Angst vor Pferden)
Mir gefällt, wie Jojo Moyes um diese wunderbare Sache eine ganze Geschichte gestrickt hat!


Wir treffen auf wunderbare und starke Frauen, allen voran Alice und Margery!

Mein erstes Treffen mit Alice hat mich fast den Kopf gegen die Wand schlagen lassen! Was ein naives kleines Ding die Engländerin doch am Anfang ist. Immer dieses direkt heiraten…naja hier noch mehr der damaligen Zeit geschuldet.
Blauäugig geht sie mit nach Amerika und wird dort mehrfach bitter enttäuscht. Der Grundstein für eine wunderbare Entwicklung ist gelegt.
Am Ende des Buches erkennt man sie kaum wieder. Sie ist stark, hat eine eigene Meinung und steht für das ein was sie will! Eine Freundin wie Alice zu haben ist Gold wert!

Margery in ihrer Außenseiterposition und mit einer derberen Art hat mir von Anfang an zugesagt! Diese Frau pfeift darauf was andere von ihr denken. Da kann ich mir noch ein Beispiel nehmen. Doch was mir an ihrer Entwicklung am meisten gefiel: Obwohl stark und vor allem unabhängig, lässt sie sich im Laufe der Geschichte eines Besseren belehren und sieht ein, dass man manchmal starre Ansichten loslassen muss.

Auch alle anderen Frauen im Buch finden ihren Weg. Zusammen werden sie zu einer tollen Gemeinschaft, lachen zusammen und bieten ihren Gegnern Paroli! Zusammenhalt von Frauen finde ich ja immer ganz toll! Ist ja oft anders.


Wie schon beschrieben dreht sich die Handlung überwiegend um die mobile Bücherei, sowie die Abenteuer die die Wildnis Kentuckys mit sich bringt. Ich liebe Landschaftsbeschreibungen und auch die Geschichten der Aussiedler habe ich mit großem Interesse verfolgt.
Nicht nur das, auch werden Themen wie der Machtmissbrauch von weißen Männern mit Geld, Umweltverschmutzung und die Rolle der Frau thematisiert. Alles heute noch große Herausforderungen.

Was ich einzig nicht gebraucht hätte ist das ganze Ding was Margery am Ende durchstehen muss. War wohl ein Versuch Spannung aufzubauen, die man bei diesem Buch nicht unbedingt in der Form gebraucht hätte. Aber das ist ja Geschmackssache.


Ihr hört es raus, ich mochte Wie ein Leuchten in tiefer Nacht sehr. Auch die Printausgabe musste bei mir einziehen das heißt immer was.
Ein perfektes Buch über starke Frauen, dass durch sein Setting toll als Herbstlektüre durchgeht!

Kennt einer das Buch? Ist auch euch Reeses Bookclub bekannt?


leuchten in tiefer nacht

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