Mitbewohner,  Rezensionen

Lady Midnight – Endlich hat die Shadowhunter Welt mich wieder!

Juhuu! Mein allererster Beitrag auf lisi_liest! Meine Güte bin ich aufgeregt!

Erst einmal vielen lieben Dank an dich, dass du hier gelandet bist UND doch tatsächlich auch meine erste Rezension liest. Ich hoffe sehr, mein Blog gefällt dir und du hast hier genauso viel Spaß wie ich 🙂

Jetzt geht’s aber looooos:

An Silvester 2018 stande ich da und habe mir gesagt: „2019 das wird dein Jahr!“ Aus diesem Grunde wollte ich das neue Jahr (mit meiner Lieblingszahl 9 als Bestandteil) auch gebührend beginnen. Da gibt es für mich nur eine Welt die dazu würdig ist: Cassie Clares Geschichten der Schattenjäger und Schattenweltler. Schon bei den Abenteuern von Tessa Grey und Clary Fray habe ich mitgefiebert und mich in alles rund um die Nephilim und ihr Universum verliebt. Deshalb musste auch die dritte Buchreihe aus Cassies Feder in mein Bücherregal einziehen. Vorweg ist noch zu erwähnen, dass mich diese schon im Vorfeld immense Selbstbeherrschung gekostet hat, da ich sie erst mit Erscheinen des letzten Buches beginnen wollte. Danke 04.12.2018, dass du dieser Qual ein Ende bereitet hast! Gott sei Dank konnte ich endlich anfangen und diesen tollen ersten Band lesen!


„The sea wears down cliffs, Emma, and turns them into sand; so love wears us down and breaks our defenses“

Cristina Rosales


Lady Midnight setzt fünf Jahre nach den Geschehnissen der Vorgängerreihe Chroniken der Unterwelt an und lässt uns an der Geschichte von Emma Carstairs teilhaben, die mit zwölf Jahren ihre Eltern im Dunklen Krieg der Schattenjäger verloren hat. Emma, mittlerweile 17 Jahre alt und eine der besten Nephilim ihrer Generation, lässt der Tod ihrer Eltern nicht los. Anders als die oberste Instanz der Schattenjäger vorgibt, glaubt Emma nicht daran, dass der dunkle Krieg für den Verlust ihrer Eltern verantwortlich ist, sondern das etwas Dunkleres dahinter steckt. In Emmas Heimat Los Angeles passieren derweil augenscheinlich willkürliche Morde. Die Leichen sind mit den gleichen mysteriösen Schriftzeichen bedeckt, mit denen man auch Emmas tote Eltern gefunden hat. Die junge Schattenjägerin kann der Nachforschung auf eigene Faust nicht widerstehen, auch wenn sie so sich und alle ihre Lieben im Institut von L.A. in Gefahr bringen könnte….

Wenn es eines gibt was Cassandra Clare in Perfektion beherrscht, ist es das Entwickeln von tollen und tiefgründigen Charakteren, die die eigentliche Story so sehr tragen!

Schon in der Vorgängerreihe habe ich die 12-jährige Emma und Teile ihrer Geschichte kennengelernt und war sofort neugierig wie es mit der jungen Schattenjägerin, ihrem besten Freund Julian und seinen sechs Geschwistern nach den Verlusten im dunklen Krieg weiter geht. Natürlich wollte ich auch wissen, wie es den Charakteren der Vorgängerreihen ergangen ist. Hier wurde ich definitiv nicht enttäuscht!

Vor allem Emma gefiel mir von der ersten Minute an. Anders als die beiden weiblichen Hauptcharaktere der Vorgänger ist Emma von Geburt an eine Schattenjägerin und zur Dämonenjagd ausgebildet. (Endlich endlich endlich!) All dies spiegelt sich in ihrem Charakter wieder: Sie ist mutig, tough und stürzt sich gerne in Gefahren, so zielorientiert wie die liebe Emma möchte ich auch gerne sein, ich hab mir direkt mal ein Scheibchen abgeschnitten! Dass sie die beste Schattenjägerin ihrer Generation wird bezweifle ich echt nicht. Aber Emma ist noch viel mehr als nur eine dämonenjagende Kampfmaschine. Im Umgang mit den jungen Blackthorn Geschwistern, ihrem offenen Ohr für die Probleme ihrer besten Freundin Cristina und natürlich die lange, vertrauensvolle Freundschaft mit Julian lassen in Emmas weiche Seite blicken. Dabei ist das Mädel nicht auf den Mund gefallen und an den richtigen Stellen so urkomisch, dass ich laut lachen musste! Wenn ich wie ein Charakter sein wollte….es wäre Emma!

Wo Emma ist, ist auch ihr bester Freund und Parabatai Julian Blackthorn. Von allen „Jules“ genannt, trägt er durch den Tod seines Vaters im dunklen Krieg die Sorge um seine vier jüngeren Geschwister. Julian ist ein liebevoller Bruder und Emmas Fels in der Brandung. Er stellt sich für das Wohl seiner Familie meist hinten an. Um seine Geschwister und Emma zu schützen bringt er Opfer und wenn es sein muss, greift er zu drastischen Maßnahmen. Er und Emma sind ein eingespieltes Team und ergänzen sich sooo gut. Wäre da nicht das Ding mit den Gefühlen…..Auch wenn Julian vom ersten Eindruck an ein nettes Auftreten hat, ist noch lange nicht sein ganzer Charakter ans Licht gekommen….irgendetwas an ihm lässt mich stutzen, sodass ich zwischendurch mal ein nur mittleres Bauchgefühl zu ihm hatte….ich bin schon ganz gespannt auf seine weitere Entwicklung und ob es nur ein Gefühl bleibt…

Auch die weiteren „Nebencharaktere“ sind wie immer in feinster Clare-.Manier so wunderbar gestaltet, dass man sie alle ins Herz schließen muss. Für jeden wurde im Buch genug Raum gelassen Ich liebe es so sehr, dass die Charaktere so real sind und sich hier auch mit anderen Themen beschäftigt wird, sei es Cristina aus Mexiko, Tys autistische Züge oder die Konsequenzen und damit einhergehenden Gefühle, die die Feen ertragen müssen. Einziges Manko habe ich bei Malcolm am Anfang gesehen und war etwas sauer! Ich dachte wirklich er ist ein Verschnitt meines geliebten Magnus Bane…

Apropos Magnus…..natürlich erfährt man auch einiges über Clary, Tessa, Jem und Co. Danke dafür Cassie!

Bei der lieben Cassandra Clare könnte ich Stunden über die Personen sprechen (merkt man kaum oder?).


„Why lie?“

Mark Blackthorn


Die ganze Handlung ist flüssig erzählt. Dabei wird öfter die Perspektive gewechselt, sodass die Geschichte nicht nur aus Emmas Sicht geschildert wird. (Normalerweise bin ich wirklich kein Fan von dauerndem Wechsel, aber hier passt es wirklich gut weil die Charaktere alle Zucker sind ^_^) Dadurch werden mehrere Handlungsstränge aufgebaut, welche konsequent und gut zusammenlaufen.

Vor allem die Rückblenden, um nochmal an ein paar Sachen erinnert zu werden oder um einfach Hintergrundinfos zu den Sitten und der Welt der Nephilim zu bekommen, waren gut in die Geschichte verwoben, gerade für so jemand vergesslichen wie mich war das Gold wert. Trotzdem würde ich gerade „Schattenjäger-Neulingen“ diese Reihe nicht als Start empfehlen, ich finde man sollte zumindest die „Chroniken der Unterwelt“ gelesen haben. Auf viele Geschehnisse wird halt Bezug genommen und Hintergründe der ganzen Welt werden dort besser erklärt.

Die Geschichte weckt bis zum Schluss die Neugierde, wer denn jetzt hinter den Morden steckt und ist natürlich wieder voll von Dämonenkämpfen, Schattenjägerritualen, übernatürlichen Wesen, Zwischenmenschlichen (und -weltlichen) Beziehungen und natürlich Cassandra Clares tollem Humor. Zwischendurch kam es mir nur etwas langatmig vor, was die Spannung etwas getrübt hat…..

Dann kam das Ende, welches mich doch sehr überrascht hat, mehr möchte ich hier gar nicht verraten. Als hätte ich es geahnt…der Cliffhanger kam natürlich ebenfalls, sodass ich direkt weiterlesen musste.


“ Bad time to be a llama“ Is it ever a good time, really?“

Cristina Rosales & Emma Carstairs


Lady Midnight hat mir super gefallen, wobei hier für mich klar die verschiedenen Personen die Handlung überstrahlen. Mit Emma habe ich definitiv eine neue Lieblingsprotagonistin gewonnen und kann es auf der einen Seite gar nicht erwarten wie es weitergeht. Auf der anderen Seite will ich die Reihe nicht beenden…weil dann ist sie zu Ende…. 🙁

Da noch zwei Bände folgen und es eine Geschichte von Cassie Clare ist weiß ich, dass mir die Story noch das Herz zerreißen wird….aus diesem Grund muss das Buch in meinem Bücherregal stehen und ist von meiner Seite aus ein klarer <3-Mitbewohner

3 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.