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Jessi Kirbys Offline ist es nass, wenn’s regnet – Wo ist der nächste Laden für Wanderutensilien?!

Wie man es schon aus der Überschrift raushört, Jessi Kirby du hast mir Lust gemacht, meinen Rucksack zu packen und am besten noch heute in den Flieger nach Kalifornien zu steigen…

Yosemite here I come!

Okay jetzt ernsthaft…ich habe dieses Buch, seine Geschichte und vor allem die Message dahinter geliebt!


“The mountains are calling and I must go.”
John Muir


Es geht um Mari, die sich via Instagram ein Influencer Leben aufgebaut hat und alles dafür tut, die schönsten Fotos für ihre Follower zu schießen. Dabei will sie natürlich zeigen wie „perfekt“ ihr Leben ist.
Doch an ihrem 18. Geburtstag passiert das, was sich schon schleichend vorher angekündigt hat: Mari realisiert wie „fake“ doch dieses inszenierte Internet-Leben ist….
Zu ihrem Schmerz darüber gesellt sich ein noch viel größerer: Eigentlich sollte sie heute ihren Geburtstag mit ihrer Cousine Bri feiern, diese war immer wie eine Schwester für sie. Leider haben sich die beiden entfremdet und Bri lebt nicht mehr
Dann steht plötzlich ein Paket mit Bris Wandersachen vor Maris Haustür, gefüllt mir allen Utensilien für Bris großen Traum: Den John Muir Trail im Yosemite Nationalpark zurücklegen.
In einer Kurzschlussreaktion begibt Mari sich auf diese Wanderung und ahnt am Anfang noch nicht, wie diese Reise sie verändern wird….


“Between every two pines is a doorway to a new world.”
John Muir


Habe ich schon erwähnt, dass ich diese Geschichte liebe? Ich liebe sie!!!!

Falls diese Rezi etwas wirr erscheint…..ich habe so viele positive Gedanken zu dem Buch, die ich einfach rauslassen möchte….


Es beginnt mit dem größten Problem der heutigen Welt: Jeder will nur seine perfekte Seite zeigen, obwohl kein Leben perfekt ist. Durch Social Media und den Drang nach Perfektion vergisst man so schnell wirklich zu leben, hetzt von perfektem Foto zu perfektem Foto. Bzw. von gewollt perfektem Moment zu einem noch perfekteren. Dieses Buch macht uns das wirklich wichtige noch einmal bewusst.

Meiner Meinung nach passt auch der deutsche Titel viel besser zur ganzen Story als der Englische „ The other side of lost“.

Dass es draußen nass ist wenn es regnet, es aber ebenso einfach wunderschön ist, erfährt Mari am eigenen Leib. Obwohl sie anfangs nur die ersten 11 Meilen wandern wollte, kann sie nach diesen doch nicht aufhören. Sie erlebt auf dieser kleinen Strecke die ersten wunderbaren Erfahrungen in der Natur und beginnt über sich nachzudenken. Im Laufe des Buches findet sie durch die teils harte Wanderung immer mehr zu sich selbst, gesteht sich Fehler ein und überlegt sich Ansätze, wie es in ihrem Leben weitergehen soll. Dabei reflektiert sie auch das Leben ihrer abenteuerlustigen Cousine und ihre Beziehung zueinander.

Auf ihrem Weg trifft sie eine Gruppe junger Leute und merkt erst so, wie schön es doch ist reale Freundschaften zu pflegen. Dabei merkt sie ebenfalls, was Beziehungen einem geben können.

Klar ein bisschen Liebe kommt auch im Buch vor, doch steht diese Gott sei Dank nicht im Mittelpunkt der Story. Am Ende des Buches merkt man sichtlich, was die Wanderung mit Mari gemacht hat und das sie der Beginn eines neuen und besseren Lebens sein kann.


“And into the forest I go, to lose my mind and find my soul”
John Muir


Nochmal: Den ganzen Gedanken hinter dieser Story liebe ich. Das Leben ist oft so schnell, dass man sich dabei selbst vergisst. Doch dafür ist es zu kurz!

Man sollte sich öfter Verschnaufpausen gönnen, einfach einmal innehalten und sich fragen ob alles so läuft wie man es gerne möchte. Manchmal reicht dazu schon eine Tasse Kaffee, manchmal bedarf es halt einer meilenweiten Wanderung.

Neben dieser Message finde ich auch das Setting des Buches ganz toll.
Jessi Kirby hat sich wirklich magische Orte ausgesucht!

Ich liebe unsere Welt mit ihren wunderschönen Plätzen, liebe die Natur. Während ich das Buch gelesen habe, habe ich parallel immer gegooglet wo Mari sich gerade befindet. Die Schönheit der Orte hat mich umgehauen. Am liebsten hätte ich mir sofort Wanderschuhe besorgt und wäre losmaschiert!

Ich finde man sollte sich viel öfter etwas trauen, einfach einmal ins Ungewisse wandern. Meistens bekommt man wie Mari dann so etwas schönes zurück, was sich auch mit Geld nicht kaufen lässt.

Für mich war dieses Buch ein Anlass dazu, mich an den PC zu setzen und nach Orten zu suchen, wo man auch einmal alleine hinreisen kann. „Alleine reisen“ steht schon so ewig auf meiner Bucket List, jetzt wird es echt mal Zeit es in die Tat umzusetzen. Da dieses Buch mir dazu den nötigen Rückenwind geliefert hat, kann ich nur sagen dass es eine Bereicherung für mein Leben war!

Deswegen kann ich es euch wirklich nur empfehlen! In meinem Herz hat es ab jetzt einen festen Platz.

Da mir auch Jessi Kirbys Stil total gefallen hat, sind erstmal zwei weitere Bücher von ihr bei mir eingezogen.

Zum Schluss noch ein Zitat das mir richtig gut gefällt:


“Of all the paths you take in life, make sure a few of them are dirt.”
John Muir


2 Comments

  • ivy

    Liebe Lisi,

    ich kann so gut verstehen, wieso dir das Buch so gefallen hat. Ich habe es auch absolut geliebt und regelrecht gefeiert. Das Buch hat nicht nur m ein Fernweh verstärkt, sondern mir auch richtig Lust darauf gemacht, viel mehr Zeit draußen und er Natur zu verbringen. Und es hat mich ebenso inspiriert, endlich mal ein paar Ziele in die Tat umzusetzen <3

    Für mich stellt dieses Buch definitiv ein Jahreshighlight dar. Daher freut es mich riesig, dass es dir auch gut gefallen hat <3

    Liebste Grüße
    Ivy

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