Reisen

Lisi reist – Alleine in Dresden

Endlich wieder eine Soloreise! Lisi reist und ist alleine in Dresden!
Die letzte deutsche Stadt die auf meiner Liste noch fehlte; naja nicht ganz, die Liste muss halt jetzt erweitert werden. Insgesamt drei Tage hat es mich in den Osten Deutschlands verschlagen.
Zwei Tage davon in die sächsische Hauptstadt und einen ganzen Tag in die wundervolle sächsische Schweiz. Da gibt es einen gesonderten Artikel zu!

Für mich ging es früh an einem Sonntagmorgen los, einfach weil die Straßen freier sind und ich nun mal über sechshundert Kilometer quer durch die ganze Bundesrepublik hinter mich bringen musste!
Einem Bücherwurm wie mir wurde es nicht langweilig, Kira Mohns Leuchtturmtrilogie, die ich euch hier rezensiert habe, ließ die Zeit wie im Flug vergehen.

Ich fahre euch ja überall hin, nur hasse ich es in Städten zu fahren, deswegen war mein Hotel in der Prager Straße direkt am Stadtanfang, mit trotzdem nur einem guten Kilometer Fußmarsch bis an die Elbe! Kleiner Zusatz dabei, es war direkt in einer Shoppingstraße…. upsi das war wirklich nicht so geplant!


Ich bin kein großer Museumsgänger, deswegen habe ich vieles was ich sehen wollte in den zwei Tagen abgehakt. Einzig die Neustadt konnte ich nicht mehr sehen, sie wird durch viele Kneipen und Bars ausgezeichnet. Durch das böse C hab ich mich dagegen entschieden und so einen Grund wiederzukommen!
Die schönen Bauwerke der Elbflorenz sind praktischerweise alle nah zusammen, sodass man keinen Marathon laufen muss.

Dresden wurde in großen Teilen im Krieg zerstört und musste neu aufgebaut werden, aus diesem Grunde ergibt sich ein wunderschönes abgestimmtes Gesamtbild! Hier einmal die Sachen die man meiner Meinung nach gesehen haben sollte:


Residenzschloss

Museumsfans aufgepasst, hier ist einiges zuhause! Münzkabinett, grünes Gewölbe usw.
Aber alleine schon die äußere Fassade ist sehenswert.

In Teilen kann man unter dem Schloss durch auf den Schloßplatz. In dieser Unterführung haben zwei Straßenmusiker eine Oper gesungen. Ich bin kein Fan aber das hat sich durch das Gewölbe richtig toll angehört!


Katholische Kirche Trinitatis

Die große Kirche die an den Schloßplatz grenzt ist, trotz Minderheit im Osten, die katholische Kirche. Imposant wie immer!
Leider wurde bei meinem Besuch dort gebaut.

Alleine in Dresden Residenzschloss katholische Kirche
Residenzschloss und rechts die kath. Kirche


Augustusbrücke

Über diese bin ich direkt mal auf die andere Elbseite gestiefelt und habe das Panorama auf mich wirken lassen. Zurecht wird von Elbflorenz gesprochen! Die ganzen Gebäude geben ein grandioses Bild!
Mein Tipp: Setzt auch abends auf die große Elbwiese! Dann ist alles wunderschön beleuchtet.

Von hier könnte man dann auch noch auf einen Clubbesuch in die Neustadt….irgendwann geht das bestimmt wieder!

Alleine in Dresden bei Nacht
Dresden bei Nacht sollte man sich von der anderen Elbseite unbedingt anschauen


Brühlsche Terrasse

500m lang ist der Balkon Europas, der Teil der Dresdner Befestigungsanlage war. Am Schlossplatz rechts kann man hier auf dem breiten Weg entlang flanieren und auf die Elbe schauen. Ebenso könnte man sich hier mit einer Eierschecke stärken, ein typischer Kuchen in Sachsen. Jamm, jamm.

Abends ist es hier besonders gemütlich. Am ersten Tag haben hier ein paar Leute Standard getanzt.


Lipsiusbau

An diesem kommt man während des Spazierganges auf der Brühlschen Terrasse vorbei. Ein beeindruckender Bau, der heute der Sitz der Hochschule für bildende Künste ist. (Zurecht!)

Lipsiusbau  Alleine in Dresden
Der Lipsiusbau mit der Brühlschen Terrasse


Frauenkirche Dresden

Denkt man an Dresden, denkt man an seine Frauenkirche. Diese wurde im Krieg 1945 schwer beschädigt, bis sie zusammenfiel. Lange hat man sie als Mahnmal in diesem Zustand belassen. Nach der Wende hat man sie dann wieder aufgebaut.

Sie ist wunderschön! Typisch evangelisch befindet sich die Kuppel über der Gemeinde und nicht wie bei den Katholiken über dem Chor. Mir gefiel sie sehr. Man atmet förmlich die Geschichte. Ich empfehle euch auf die Kuppel zu steigen, die einen tollen Ausblick über die Stadt ermöglicht. Der Aufstieg ist auch Höhenangstgeeignet!
Generell gefallen mir sowieso die vergleichsweise schlichter gehaltenen evangelischen Kirchen besser!

Ebenso der ganze Platz um die Kirche ist wunderschön gestaltet und lädt zum Verweilen ein. Wer noch ein wenig Geld übrig hat kann sich ja noch Meißner Porzellan kaufen…..ist wirklich ein Schnäppchen hust


Fürstenzug

Geht man von der Frauenkirche in Richtung Residenzschloss zurück, kommt man in einer Gasse am Fürstenzug vorbei. Dieser ist 100 Meter lang und bildet eine Ahnengalerie sächsischer Herrscher. Diese Galerie besteht aus mehr als 20.000 Fliesen. Natürlich feinstes Meißner Porzellan. Alleine hier kann man Stunden verbringen um die ganzen Details zu entdecken!

Fürstenzug  Alleine in Dresden
Könige über Fürsten und wichtigen Personen


Semperoper

Geht man vom Fürstenzug am Residenzschloss und der katholischen Kirche vorbei, stößt man auf die Semperoper. Hier hatte ich mir eine Tour gebucht um diese von innen zu sehen. Immerhin konnten keine Aufführungen stattfinden, aus bekannten Gründen…

Das Ding ist mehrmals abgefackelt oder zerstört worden. Die Dresdner beweisen hier Ausdauer und bauen ihr geliebtes Festspielhaus immer wieder auf.
Wenn ihr die Möglichkeit habt, geht rein! Sowas hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen! Die Semperoper ist allerding eines: Mehr Schein als sein!
Alles was z.B wie Marmor aussieht ist gar keiner! Und trotzdem ist es sehr sehr imposant. Ich bin froh eine Tour gemacht zu haben, die Infos waren interessant und kurzweilig.

Wenn auch gar nicht mein Geschmack, habe ich trotzdem Lust bekommen mir hier mal etwas anzusehen….Wieder ein Grund zum Wiederkommen.


Der Zwinger

Mit der Tour ging es dann in den Dresdner Zwinger, ein Gebäudekomplex mit wunderschöner Gartenanlage. Heißt übrigens so weil er ein Zwischenteil der Befestigungsanlage war, in dem die Feinde bezwungen wurden.

Auch hier findet man Museen.
Übrigens: Wird im Zwinger mal nichts gebaut, ist das Land Sachsen pleite! So sagt man zumindest. Bei meinem Besuch waren sie definitiv noch solvent hihi.

Der Zwinger mit seiner Orangerie war des Weiteren zum Angeben gedacht. Hier wurden zu Königszeiten die Feste gefeiert. Man musste dann zeigen was man hat.
Ich muss sagen, es ist ein wirklich schön angelegtes Areal, das zum Verweilen einlädt!


Wie ihr merkt, mich kriegt man schon mit schönen Gebäuden, wer da so wie ich ist, sollte die sächsische Stadt auf seine Reiseliste setzen.

Na okay für die Neugierigen, evtl. hab ich auch die Gunst der Lage genutzt und hab ein bisschen geshoppt. Meine zwei Tage in Dresden waren gut gefüllt und ich kann die Stadt für einen Kurztrip wirklich empfehlen.

Vor allem weil auch die sächsische Schweiz nur eine gute Dreiviertelstunde Autofahrt entfernt ist! Diese Landschaft hat mich verzaubert und ist einen eigenen Beitrag wert!


Mal sehen welche Reise als nächste kommt, momentan ist ja leider nichts mögliche. Ich bin aber sehr positiv gestimmt dass die Reisezeit schnell wiederkommt!


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