Reisen

Lisi reist – Alleine in Irland Teil 1

Anmerkung vorher: Alle Tourunternehmen, Apps, Fluggesellschaften usw. habe ich mir freiwillig und selbst ausgesucht! Ich will hier weder Werbung machen, noch habe ich Kooperationen mit den Genannten, es ist ein reiner Erfahrungsbericht!


Mögest Du Dir die Zeit nehmen,
die stillen Wunder zu feiern,
die in der lauten Welt
keine Bewunderer haben.“


Irisches Sprichwort


Inspiriert und angespornt von Jessi Kirbys „Offline ist es nass wenns regnet“ habe ich endlich den Punkt „alleine reisen“ meiner Bucket List in Angriff genommen. Mehr spontan als durchdacht war meine erste Alleinreise schneller gebucht als ich es mir nochmal kaputt denken konnte.
Im Nachhinein danke ich mir selbst dafür sehr!
Da mein Reisebericht doch etwas länger wird, werde ich ihn in zwei Beiträge aufteilen.

Es gibt Orte, von denen hört man und sieht Fotos und ist sofort verzaubert! Genau so einen Ort habe ich mir für meine Reise ausgesucht:
Dublin auf der grünen Insel.

Im Vorfeld bin ich wirklich jemand der sich, ja auch wenn man es nicht soll, Vorstellungen über Orte macht. Mir ist es dann auch schon passiert, dass meine Vorstellung besser als die Realität war. (Shame on me!)
Naja und dann gibt es Ziele wie Irland…..wo die Vorstellung gar nicht an die tolle Realität ranreicht! Ich habe mein neues Lieblingsland entdeckt. (Wobei ich vorher schon so ein Gefühl hatte)

Als Alleinreise-Ziel, gerade auch als Frau, kann ich persönlich Irland besten Gewissens empfehlen. Ich habe mich von Anfang an sicher gefühlt.

Ich liebe ja Flüsse und die Liffey ist wirklich toll


Tag 1 Einfach einmal ankommen

Los ging es für mich nachmittags von Köln mit Ryanair in Richtung Dublin. Die Ryanair-Maschinen landen dabei am Terminal 1 in IrlandDublin. Für mich war ein Rucksack als Gepäck ausreichend, diesen musste ich auch Gott sei Dank vor dem Einstieg in die Maschine nicht abgeben.
Bei einem Handgepäckstrolley kann es da bei der Fluggesellschaft mittlerweile leider schon anders aussehen! Glück gehabt!

In Zeiten des Smartphones sollte es zwar kein großes Problem mehr sein, trotzdem Achtung Zeitverschiebung!
Irland ist eine Stunde HINTER Deutschland!

Beim Ausschalten des Flugmodus muss man aber keine Panik mehr bekommen. Irland ist ja in der EU, das Datenroaming verursacht also keine Rechnung in Millionenhöhe.

Verlässt man das Terminal 1 stolpert man mehr oder weniger über die Mitfahrgelegenheit in die Stadt, die türkisen Airlink Busse.
Mit der Linie 747 ist man dann in Nullkommanichts da wo man hinmöchte. Karten kann man an der Bushaltestelle oder beim Fahrer erwerben. Sieben Euro fande ich hier vollkommen okay. Es gibt auch Kombitickets, bei denen man dann auch die Hop on Hop off Busse nutzen kann. Da in Dublin das wichtigste aber zu Fuß erreichbar ist, war es für mich keine Option.

Ich kleiner Angsthase habe mir für drei Nächte ein Hotel gebucht, würde ich aber in Dublin so auch nicht mehr machen! Dazu später mehr!

Beim Einchecken ins Hotel habe ich dann auch direkt erleben können, wie nett die Iren sind! Echt zuvorkommend und hilfsbereit. UND sie sprechen mit genauso einem schönen Akzent wie die Briten. Da könnte ich Stunden zuhören.

Nachdem ich mich im Tesco mit dem nötigsten eingepackt habe und es dunkel wurde, habe ich dem Trinity College einen kurzen Besuch abgestattet und dann ging es für mich auch schon ins Bett, denn es hieß früh aufstehen!


„Es gibt keine Fremden, sondern nur Freunde, denen wir noch nicht begegnet sind.“

Irische Lebensweisheit


Tag 2 Cliffs of Moher

Ich hatte von Deutschland aus über GetYourGuide eine Tagestour zu den wohl bekanntesten Klippen Irlands gebucht. Also hieß es für mich früh aufstehen denn um 7 Uhr ging es schon los. Nachdem ich mich mit einem Kaffee versorgt hatte, Gott sei Dank ist so eine große Stadt schon früh wach, ging es für mich zum Abfahrtspunkt in der O’Conell Street.

Die zwei Busse der WildRoverTours habe ich ohne Probleme gefunden und schon konnte es losgehen. Unser Guide Anthony war einsame Spitze!
Ich höre mir gerne Zahlen-Daten-Fakten an, jedoch habe ich vieles davon direkt wieder vergessen, die Infos die er uns gegeben hat weiß ich aber zum Großteil jetzt noch weil alles kurzweilig und lustig war!
So habe ich schon zwei Attraktionen auf der Autobahn erblicken können! Einmal das Barack Obama Plaza….die Story dazu müsst ihr googlen!
Wird einfach, weil er einmal im angrenzenden Ort ein Guiness getrunken hat, eine Tankstelle nach ihm benannt, mit Statue davor inklusive! Zum Schießen! (naja nicht ausgeschlossen dass das bei uns in der Provinz auch passieren könnte xD)

Zum anderen sind wir am Feenbaum vorbeigefahren, durch den eine ganze Autobahn verlegt werden musste!
Feenbäume holzt man nämlich nicht ab! Das zieht ein schlimmes Ereignis nach sich! Naja in dem Fall war es zwar ein eher groß geratener Busch…aber alleine für diese Story liebe ich die Iren!
Hier ist die Welt noch in Ordnung.


Irgendwann muss man auf dem Weg zu den Klippen die Autobahn aber verlassen und fährt durch die wunderschöne irische Landschaft, in die ich mich sofort verguckt habe!

Aber Achtung Tipp von mir: Alle die Autofahren nicht vertragen…packt Reisetabletten oder Kaugummis ein!!! WICHTIG!!

Die Straßen sind so eng, sobald uns ein Auto entgegenkam musste scharf abgebremst werden….mein Magen fande das nicht so lustig!

Dann endlich, waren wir an den Klippen und diese sind wirklich einen Besuch wert. Alleine wie der Atlantik an sie schlägt war atemberaubend. Ich habe mich hier auf einmal ganz klein gefühlt und mir wurde wieder einmal bewusst wie wunderschön doch unsere Welt ist. Natürlich sind hier viele Touristen unterwegs, trotzdem sollte man diesen wunderschönen Ort einmal besucht haben. Ich hätte hier wirklich Stunden verbringen können, einfach nur dasitzen und dem Ozean lauschen…Meine Gefühle hier kann ich immer noch nicht richtig in Worte fassen…A-t-e-m-b-e-r-a-u-b-e-n-d

Achso an alle Alleinreisenden: Da im Bus viele Gleichgesinnte sitzen schließt man schnell neue Bekanntschaften. Ich habe mich zufällig neben eine Deutsche im gleichen Alter gesetzt, die mir viel über ihre Reise erzählt hat und mir Tipps geben konnte.
Sie wohnte in der Zeit in einem Frauenschlafsaal im Hostel und ist mit den Mädels dort abends durch die Stadt gezogen. Sie hat mir so tolle Sachen darüber erzählt, dass ich beim nächsten Mal meinen Mut auch zusammennehmen werde und ebenfalls ein Hostel buche!

Neben den Klippen konnten wir auch in das Besucherzentrum. Dieses sah von außen wie ein Hobbithöhle aus und fügte sich nahtlos in die Landschaft. Hier hat man die Möglichkeit, mehr über die Klippen und vor allem ihre Bewohner zu erfahren.
Was hätte ich gerne einen Puffin gesehen…Naja beim nächsten Mal.


Nach den Klippen ging es weiter Richtung Galway.
Die Reise führt hier durch den Burren. Ein ca. 250 km2 großes Kalksteingebiet. Vor allem wie sich auch hier der Ozean bricht und die Weite der Steinformationen ist sehenswert.

Diese Landschaft ist wirklich einzigartig und auf ihre Weise schön. Ich bin froh dass wir dort angehalten haben.

Vom Burren aus weiter fährt man ein Stück des Wild Atlantic Ways….es ist so wunderschön!!! Ich werde mir definitv mal ein Auto mieten, trotz Linksverkehr, und diesen nochmal für mich selbst abfahren.
Man fährt vorbei an Wiesen mit den typischen Steinmauern, an Burgen, an Hecken und rauer Landschaft, auf einer Seite begleitet vom Meer….ich kann gar nicht richtig in Worte fassen wie toll dieses Stück war…es war rau, es war grün, es war einfach Irland so wie man es sich vorstellt!
Noch jetzt wenn ich mich daran erinnere bekomme ich wieder dieses bestimmte Gefühl als ich die Landschaft betrachtet habe und ich denke das beschreibt es doch am besten….ich habe mir ein Stück dieser wunderbaren Insel mit Heim genommen.

Süß war dann auch noch die Begegnung mit dem grauen Pferd, das jedes Mal wenn der Bus vorbeifährt an der gleichen Stelle steht und von Anthony seinen wohlverdienten Apfel bekommt!


In Galway angekommen haben wir die bunte Innenstadt besucht. Wie sollte man Galway am besten beschreiben? STRAßENMUSIK!!!!
Und richtig gute Straßenmusik!!! Vor allem der Galway Street Club ist hier zu erwähnen.
Mit Geigen, Gitarren und Trommel bewaffnet geben die Musiker ihre wunderschönen Lieder zum besten. Wenn man ihnen eins anmerkt dann wie sehr sie für ihre Musik brennen! Während man der Musik lauscht sollte man sich ein Eis von Murphys gönnen! Sehr lecker!

Wer gerne Tee trinkt sollte Cupán Tae in der Quay Lane einen Besuch abstatten. Dieser Laden ist mit so viel Liebe eingerichtet! Man trinkt den Tee noch stilecht aus Blümchentassen. Große Liebe!

Buchliebhabern empfehle ich ganz klar Charlie Byrne’s Bookstore in der Middle Street. Hier kann an richtige Schätze finden und ich habe es das erste Mal bereut, nur mit Rucksack unterwegs zu sein. Zum einen kann man hier gebrauchte Bücher kaufen, was ich immer toll finde, aber auch echt alte Ausgaben zum Teil mit Ledereinband! Hier hätte ich Stunden bleiben können!

Dann ging es noch schnell zur O’Connell’s Bar am Eyre Square um ein Bild mit den #whatliftsyou Engelsflügeln zu machen. Diese sind übrigens direkt neben der Bar, wir haben erstmal etwas gesucht.


Nach diesen wunderbaren Erlebnissen ging es dann wieder durch die wunderschöne irische Landschaft, für meinen Magen zum Glück über die Autobahn, nach Dublin zurück. Anthony hat uns dann noch ein paar Orte genannt, die man in Dublin besuchen sollte wie Pubs, Sehenswürdigkeiten und Restaurants. Auch diese Infos fande ich super. Den ganzen Trip kann ich alles in allem wirklich nur empfehlen!


Was wäre ein Besuch in Irland ohne ein Guiness im Pub? Na das habe ich mir auch gedacht.
Den meisten fällt hier wohl die Temple Bar ein. Diese ist furchtbar touristisch. Wie Anthony uns auch erzählt hat, findet man hier keine Dubliner. Ist auch tatsächlich so.
Der Pub an sich ist groß und wunderschön aber vor allem international und man zahlt auch entsprechend etwas mehr.
Trotzdem sind die Leute hier wirklich aufgeschlossen und man kommt gut mit ihnen ins Gespräch. Außerdem spielt Livemusik, auch Galway Girl ist sehr beliebt, das solltet ihr kennen. Und nein nicht das von Ed Sheeran!!!! Sondern das von den Kilkennys! . Ja es ist sehr touristisch aber da wir nunmal Touris sind sollte jeder einmal in der Temple Bar gewesen sein, das gehört einfach dazu.

Meine Bekanntschaft vom Tagestrip und ich waren neben der Temple Bar dann noch im The Church. Das hat einen ganz anderen Ansatz:
Der Pub befindet sich tatsächlich in einer Kirche und das im gläubigen Irland! Ich fande die Location aber dadurch echt cool, sowas sieht man nicht alle Tage.

Anthony hat uns dann noch das The Celt empfohlen.
Dieser Pub war praktischerweise neben meinem Hotel, sodass ich auch hier einmal reingeschaut habe. Cool hier: Jeden Abend Livemusik und das Publikum besteht zur Hälfte aus Touristen aber zur anderen Hälfte auch aus Iren. Juhu!

Ebenso wurde mir das The Cobblestone empfohlen, da hier das Musikangebot eins A ist. Leider habe ich es hier nicht hingeschafft…wieder ein Grund mehr zurückzukommen.

Da Guiness durch die Röstaromen nicht jedermanns Sache ist….Ich habe einmal Maggie Leaps probiert, ein Bier mit Limonenaroma, dieses ist nicht so bitter.
Die Apfelweintrinker sollten einmal Cider probieren. Natürlich gibt’s auch antialkoholische Sachen.


„Sláinte!“
Irisch: Gesundheit – Trinkspruch


Noch eins zum Schluss: Ich persönlich habe mich in Dublin sehr sicher gefühlt. Deswegen bin ich auch nachts alleine zurück ins Hotel. Natürlich sollte das jeder nach seinem Empfinden tun. Ich persönlich finde diese Stadt deswegen aber gerade für Alleinreisende top!

Mein erster richtiger Tag im wunderschönen Irland war somit ein voller Erfolg! Am dritten Tag habe ich die Hauptstadt dann erkundet.

Dazu mehr im zweiten Teil! Bleibt glücklich!

2 Comments

  • Ivy

    Hallo Lisa,

    nachdem du gestern so davon geschwärmt hast, musste ich heute dann endlich unbedingt deinen Reisebericht lesen 🙂 Du scheinst ja echt eine tolle Zeit gehabt und viel erlebt zu haben! Die Fotos sind großartig geworden. Und irgendwie hat sich mein Wunsch, auch bald mal nach Irland zu reisen, jetzt nur noch verstärkt <3

    Ich finde es übrigens nach wie vor richtig toll, dass du einfach alleine los gezogen bist – die Erfahrung sollte – wie ich finde – jeder zumindest einmal im Leben gemacht haben 🙂

    Bin schon auf Teil 2 deines Berichts gespannt!

    Liebste Grüße
    Ivy

    • Lisa

      Hey Ivy,

      ja wie gesagt ich kann dieses Land nur jedem empfehlen <3
      Danke für die lieben Worte 🙂
      Ich beeile mich mit Teil 2 🙂

      LG Lisa

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