Rezensionen,  und tschüss

Rezension Kerstin Ruhkieck – Was geschah mit Femke Star

Ich bin immer noch sprachlos….entsetzt….unschlüssig….
Ich weiß nicht was ich zu dieser Geschichte sagen soll und versuche es so gut es geht. Riesengroßes Gedankenwirrwarr in meinem Kopf….


“ Die Wahrheit ist ein seltsames Ding. Du kannst einhundert Leute nach demselben Ereignis fragen und wirst einhundert verschiedene Geschichten bekommen – alle davon können wahr sein“


Zu erst einmal ganz schnell worum es geht (Klappentext)

Jedes Mädchen hat ein schmutziges Geheimnis. Jedes. Auch du.
Doch was würdest du tun, wenn dein Geheimnis eigentlich meins wäre, und nur ich, nicht du, die Wahrheit kenne?

Einst waren Femke und Anouk beste Freundinnen, bis ein Verrat die beiden entzweite. Was blieb, war die Hassliebe zweier Mädchen, die sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt hatten. Doch als Femke eines Tages Anouk um Hilfe bittet, kommt es zu einem schrecklichen Unfall, der Anouks Leben für immer verändert.
Von hässlichen Erinnerungsfetzen geplagt, versucht Anouk herauszufinden, was Femke widerfahren ist, und stößt dabei auf eine Mauer des Schweigens. Und auch die Zeit arbeitet gegen sie, als Anouk die Hauptverdächtige eines Verbrechens wird, das sie nicht begangen hat …


„Das Schlechte wiegt immer mehr. Und genau das trifft auch auf das Schlechte in mir zu“


Zuerst ist mir die Triggerwarnung ins Auge gesprungen:
Personen mit posttraumatischer Belastungsstörung sollten das Buch mit Vorsicht genießen.
Ei auf jeden Fall das Buch hier ist ganz harter Tobak! Alter Verwalter!

Diese Geschichte ist richtig richtig unangenehm…nicht weil sie so mies ist, sondern weil das Thema es ist: Vergewaltigung, keine Selbstbestimmung über den eigenen Körper, Psychoterror…..

Das Thema und der Mut der Autorin sind bedeutend!
Bedeutend vor allem die Ansprache des ganzen Themas. Schön dass sich das einer traut!

Man wird von Anfang an die ganze Zeit mit dem Thema konfrontiert und bekommt den Blickwinkel der Opfer gezeigt. Man blickt in tiefste Abgründe und trifft wirklich kaputte Personen. Auch wenn hier das Augenmerk vor allem auf weibliche Opfer gelegt wurde wird auch die andere Seite erwähnt. Kinder hier gibt es genug Stoff um sich unwohl zu fühlen!


Aber: Mir was diese Geschichte eine Nummer zu abgedreht. Alleine am Anfang saß ich schon da und dachte nur „Hä?!“. Leider hat sich diese Frage durch das ganze Buch gezogen.
„Naja wird schon noch aufgelöst“, hab ich gedacht. Leider war dem nur bedingt so. Mit Beendigung des Buches blieben bei mir Fragen offen. „Witzig“ war dann, dass man der Autorin eine Mail schreiben kann und man bekommt dann noch ein paar Seiten zugeschickt, die diese Fragen beantworten sollen….Jap haben sie zum Teil auch…..aber immer noch nicht ganz leider….Und mein Gefühl, dass die Geschichte einfach zu abgedreht ist wurde dadurch nur noch stärker. Auf manche Dinge wurde meiner Meinung einfach zu wenig eingegangen.

Auch wenn man einiges von den Gefühlen der Protagonistin mitbekommt war es mir zu wenig. Und ganz ehrlich: die verhält sich manchmal meiner Meinung nach wirklich unlogisch! Ich mochte und mag sie überhaupt nicht…
Das Ende ging mir viel zu schnell! Und was war das denn bitte?!
Ich glaube ich muss das nochmal lesen, richtig verstanden habe ich es nicht. Was da am Ende passiert passt zwar zum Thema, ist meiner Empfindung nach aber schlecht gelöst worden.


„Das bin ich. Daran zerbrochen“


Alles in allem kann ich auch nicht viel mehr zu dem Buch schreiben.
Die Idee und den Mut der Autorin schätze ich sehr! Das Thema muss angesprochen werden und genau das hat sie getan. Und ja man muss sich bei so einem Thema unwohl fühlen.
Da die Geschichte für mich aber echt an manchen Stellen unlogisch war und mir Hintergrundinfos zu manchen Begebenheiten gefehlt haben muss ich das erste Mal „Und Tschüss!“ sagen.

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