Reisen

Ein Kurztrip nach Amsterdam

Meine Blogger- und Instapause kam nicht einfach so….mir ging es eine Zeit lang nicht so dolle.
Das hatte wohl mehrere Gründe. Einer davon, zwar nur am Rande, das böse C: Alles war fest gemacht, meine Angebote waren da und ich habe mich sehr auf die Erfüllung meines Traums Nummer 1 gefreut: Drei Monate Neuseeland und Australien! Tja….die lassen keinen ins Land und ich würde auch nicht fliegen. Traumerfüllung auf unbestimmte Zeit verschoben… Dafür haben sich ein paar andere Sachen ergeben, die mich wiedermal ans Schicksal glauben lassen!

Trotzdem musste ich einfach mal raus…. Da wir in der Nähe des Drei-Länder-Ecks zwischen Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden wohnen war der Ort schnell gefunden: Amsterdam. Die Holländer nehmen Corona ja auch vermeintlich ernst.


Tag 1

Donnerstagmorgen ging es mit der Tuckerei dann los: Auf nach Amsterdam. Die vierstündige Fahrt war okay, ich werde in den Benelux Ländern allerdings immer hibbelig durch die Geschwindigkeitsbeschränkungen von 130 km/h bzw. 100 km/h. Überall sind wohlgemerkt feste Blitzer!

Unser Hotel war am Flughafen Schiphol und mit Bahn und Bus in 30 Minuten in Amsterdam Centraal. Die richtige Verbindung spuckt euch Google Maps ganz einfach aus 🙂
Maskenpflicht nur in den Öffis! Noch nicht mal am Bahnsteig….Die erste Verwunderung kam auf.

Rund um den Hauptbahnhof ist man dann auch schon fast im wunderschönen Amsterdam wie man es sich vorstellt: Wasser und die wunderschöne Grachtenbauweise. Leider hat es Donnerstag geregnet 🙁
Das hat der ganzen Sache aber keinen Abbruch getan und wir sind in die Stadt gelaufen und haben diese bewundert. Vor allem die Umgebung der 9 Straatjes ist wunderschön!!

Zwei Wochen vorher habe ich uns noch etwas kulturelles gebucht, was meiner Meinung nach nicht fehlen darf: Das Anne-Frank-Haus. Ich habe vor langer Zeit ihr Tagebuch gelesen und wollte das Versteck einfach sehen!
Eine vorherige Online-Reservierung mit mindestens einer Woche Vorlaufzeit empfehle ich euch. Das Haus ist sehr beliebt und schnell ausgebucht. Vor allem in C-Zeiten muss reserviert werden.
Man bekommt einen Audio-Guide auf Deutsch an die Hand, der einem kurzweilig den Holocaust in Amsterdam nahe bringt. Ich fand es interessant!
Das Versteck zu sehen hat mir eine Gänsehaut bereitet. Es kam mir so vor, als wäre Anne noch gegenwärtig! Einen Kloß im Hals gabs das ein oder andere Mal obendrauf.
Sogar meinem Freund hat es gut gefallen, das will schon was heißen.

Abends haben wir einen Besuch in einer Icebar gebucht. War ganz lustig: Ein Raum mit minus 10 Grad in dem wir uns eine halbe Stunde aufhalten konnten. Drei Getränke inklusive, war also nicht zu teuer.


Achtung dies ist keine Werbung für Rauschmittel, ich gebe nur Infos weiter und bin strikt gegen Drogen!

Die Neugier hat an Tag 1 dann doch noch gesiegt: Ab in den Coffeeshop 😀 Man muss dort nichts konsumieren, ich fand es alleine mal interessant zu sehen! Verrückt was es da alles gibt. Unser Tourguide an Tag 2 hat uns sogar noch ein paar Infos zur „Drogenszene“ Amsterdams geliefert:

An „Gras“ gibt es zwei Sorten: Sativa – das putscht auf und Indica – das holt runter. Dann noch Mischungen in allen Varianten.
In Amsterdam kann man neben Marihuana aber noch andere „leichtere“ Drogen erwerben: Pilze (bloß nicht einfach so kaufen die sind wohl bewusstseinserweiternd oder so) und ich war schockiert: Ecstasy! Ääääähm?! Ich halt ja von dem ganzen Zeug eh nix aber letzteres?? Hallo?!


Tag 2

An Tag 2 sind wir wieder durch die wunderschöne Stadt gelaufen! Die Sonne kam raus!

Zuerst ging es in das Cafe „Winkel 43„, die den besten Apfelkuchen der Stadt machen. Jamm jamm!

Danach sind wir in den wunderschönen Vondelpark und haben dort ein bisschen verweilt. Die haben echt freche Enten da! Sobald man was zu Essen in der Hand hat ist man von den Quakern umringt!

Vom Vondelpark aus gings am Rijksmuseum vorbei. Ich sag nur wunderschön!!! Schaut euch bitte mal Bilder von der Bibliothek an!! Leider wollte mit mir keiner reingehen. Lisi hat einen Grund wieder zu kommen!

Unser Ziel war der Albert Cuypmarkt. Hier herrscht tagsüber ein Wochenmarkt wie man ihn auch bei uns kennt. War jetzt nicht sooo spektakulär.

Danach sind wir mit der Bahn zurück zum Hauptbahnhof und wieder durch die Grachten geschlendert. Als Stärkung zur Kaffeezeit lege ich euch das Pfannkuchenhaus Upstairs ans Herz. Es ist so süß gemacht und die Pfannkuchen sind echt lecker! Und da man eh viel läuft kann man das ruhig machen!


Bevor es zum Treffpunkt unserer gebuchten Tour ging, haben wir uns noch an die Grachten gesetzt.
Ich finde die Häuser so interessant und würde echt gerne eines von innen sehen!

Unsere Tour ging dann durch das Rotlichtviertel de Wallen. Die Infos waren interessant und die gute Stunde kurzweilig. Wir konnten unseren Guide alles fragen. Zuerst gab es als kleine Stärkung eine Stroopwaffel, sehr bekannt für Amsterdam. Mir war sie zu süß aber wenn ihr da seid esst eine.
Das Rotlichtviertel hat mich im ersten Moment schockiert! Die Mädels stehen dort hinter Glastüren! Das habe ich so vorher noch nie gesehen. Einfach klopfen, reingehen und joa.
Man muss hier noch einwerfen, dass mit der Prostitution in Amsterdam anders umgegangen wird:
Die Frauen verdienen das Geld komplett selbst, für ihren Schutz ist gesorgt. Kann man jetzt halten von was man will.
Trotzdem schaut das euch einfach mal an. Ist eine andere Welt!

Der zweite Tag war informativ, gefüllt mit Leckereien und wunderschön. Amsterdam erstrahlt bei Sonnenschein! Alleine die Stadt ist nunmal eine Sehenswürdigkeit.


Tag 3

Bevor wir die Heimreise angetreten haben, ging es von Schiphol noch nach Zandvoort an den Strand. Eine gute halbe Stunde und ich konnte mein geliebtes Meer begrüßen <3

Einfach an der Wasserkante spazieren gehen, die Meerluft um die Nase wehen lassen und schon bin ich glücklich!

Hier war Abstand halten auch kein Problem.

Meer Amsterdam
Vitamin Sea!


Erholt haben wir dann auch die Zuckelei nach Hause gut überstanden!

Ich bin wirklich froh über meinen Kurztrip! Amsterdam ist wunderschön und vom Meer gar nicht zu schweigen. Dort kann jeder bestes Englisch (ich bin ja kaum neidisch) und die Niederländer sind einfach super freundlich. Für ein Kurztrip das perfekte Ziel, da man eine Mischung aus allem bekommt.


Jetzt das große ABER: Mittlerweile hat die Stadt Amsterdam Touristen dazu aufgerufen von einem Besuch am Wochenende abzusehen.
DAS kann ich vollkommen verstehen! Da war nix mit Social Distancing und wirklich viel los. Nur wenige haben sich in Achtsamkeit geübt und Masken müssen nur in den öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Deswegen schließe ich mich an! Besucht Amsterdam, so schön es ist, nicht in Zeiten von Corona bzw. meidet es auf jeden Fall am Wochenende und vor allem jetzt in der Ferienzeit!!!!!


Zu meinen anderen Reiseberichten geht es hier!


Lisi Amsterdam

3 Kommentare

  • Ivy

    Liebe Lisa,

    es hat so viel Spaß gemacht, deinen Beitrag zu lesen. Ich liebe Amsterdam so sehr. Ich war bisher erst einmal dort, habe mich aber gleich in die Stadt und in das Gefühl dort verliebt …. es ist so wundervoll und ich würde am liebsten direkt noch mal hinfahren, aber wegen Corona werde ich das dann doch eher auf ein anderes Mal verschieben. Bin mir was das Reisen angeht, momentan einfach zu unsicher … dein Beitrag jedenfalls hat mein Fernweh zumindest für einen kurzen Augenblick gestillt. Gerade die Fotos sind wunderschön <3 Amsterdam ist schon echt eine tolle Stadt!

    Liebste Grüße
    Ivy

    • Lisa

      Hey Ivy,

      danke für dein liebes Feedback <3
      Die Stadt ist wirklich großartig, war auf jeden Fall nicht mein letzter Besuch. Vor allem weil man ja so
      schnell dort ist.
      Leider ist sie wirklich zu überfüllt für einen Besuch. Ich hoffe das ändert sich bald wieder.

      LG Lisa

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