Mitbewohner,  Rezensionen

Der Gesang der Flusskrebse – Delia Owens

Auf „Der Gesang der Flusskrebse“ wurde ich durch Isa aufmerksam. Ihre Rezension hat mich sofort überzeugt. So musste Delia Owens Debüt bei mir einziehen!

Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen.


Ein schmerzlich schönes Debüt, das eine Kriminalgeschichte mit der Erzählung eines Erwachsenwerdens verbindet und die Natur feiert.
The New York Times


Ich zitiere nicht oft andere Meinungen, doch hier muss ich mich der großen New Yorker Zeitung anschließen!
Wobei ich sagen muss, dass die Kriminalgeschichte für mich total nebensächlich war! Ich mach diese Art der Geschichten eh nicht besonders…


Für mich war der große „Star“ in diesem Buch die Natur! Wusstet ihr war ein Marschland ist? Ich nicht wirklich, gehört habe ich es aber richtig war darunter vorstellen konnte ich mir nicht. Bis ich mir Bilder angesehen habe und erstaunt war!
In mehreren Filmen die ich gesehen habe war ein Ort das Marschland! Schon damals hat mich diese Natur verzaubert!
Delia Owens beschreibt alles auf bezaubernde Art und Weise.

Lacht mich nicht aus aber durch ihre Schilderungen wurde es in mir irgendwie ruhig! Ich habe diese Natur mit ihrer grenzenlosen Schönheit richtig vor mir gesehen. Auch die Tiere und das ganze Zusammenspiel des Marschlander Ökosystem haben mir gefallen. Einen schöneren Handlungsort hätte sich Delia Owens nicht aussuchen können.
Tatsächlich ist Louisiana mit seinem „Swamp“ auf meine Reisewunschliste gewandert, das will ich mal aus der Nähe betrachten!


Kya unsere Protagonistin fande ich bemerkenswert. Die Autorin lässt uns an ihrem Erwachsenwerden teilhaben. Dieses ist wirklich bittersüß! Früh von ihrer Familie verlassen muss das kleine Mädchen im Marschland für sich alleine sorgen. Lässt sie sich davon unterkriegen? Nein. Tatsächlich macht sie eine grandiose Entwicklung durch, sodass sie zu einer selbstständigen jungen Frau heranreift.
Delia Owens hat sich diese Figur grandios ausgedacht


Durch Kyas Leben im Marschland erfährt sie im Dorf nur Ablehnung. Die Vorurteile sind groß und nach dem Mord wird geschildert wie schnell wieder voreilige Schlüsse gezogen werden! Die ganze Thematik ist problematisch aber leider typisch menschlich!
Ebenso rückt sie mit Chase Andrews den Missbrauch von Vertrauen in den Mittelpunkt. Als Leser bleibt man das ein oder andere Mal sprachlos zurück und schämt sich für die Menschheit.
Gut gewählt hat die Autorin deswegen alle Figuren, die Kya vorurteilslos kennenlernen und hinter ihr stehen!
Die sich entwickelnde Liebesgeschichte war wunderbar mit der Handlung verwebt, so dass sie nicht übermächtig ist und die Wichtigkeit der anderen Themen überstrahlt. Es muss nicht immer Liebe sein, hier war sie aber genau im richtigen Maß vorhanden.

Die Kriminalgeschichte muss sein um die ganze Problematik richtig herauszuarbeiten ist aber nicht besonders aufregend. Wie gesagt für mich deswegen nur Nebensache.
Alles in allem ist die ganze Handlung eher „leise“ und trotzdem hat sie mir durch die Behandlung der ganzen Themen gut gefallen! Gerade das Ende war richtig gut konstruiert, macht die Geschichte rund.


Ich sage ganz klar: Lest dieses Buch und verliebt euch neu in die Natur. Denkt über die Ungerechtigkeiten nach die in „Der Gesang der Flusskrebse“ geschildert werden und macht die Welt zu einem besseren Ort. Das geht auch mit kleinen Dingen!
Für mich ein absolut verdienter neuer Mitbewohner!


Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.