Reisen

BALI 1 – Rund um Ubud

Haha wie ich in dem ein oder anderen Beitrag schon erzählt habe, war ich dieses Jahr auf einer der beliebtesten indonesischen Inseln:
Welcome to Paradise, welcome to beautiful Bali.

Vorneweg: Ich möchte euch zuerst erzählen was ich dort alles erlebt habe. Werde aber auch noch einen grundlegenden Beitrag zu Bali schreiben!


Nun war ich als Pauschalreisende dort, mit festem Hotel.

Oh wie kann sie nur?! Naja ich war froh, dass mein Freund mich begleitet hat und das war der Kompromiss.
So haben wir Strandtage mit Tagesausflügen abgewechselt.
Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich wirklich alles gesehen habe (ich will immer VIEL sehen) und zufrieden wieder daheim ankam. Aber kann ich auch verstehen, warum viele hier eine Rundreise machen, die Insel ist wunderschön!


Also Bali für Pauschaltouristen, Tagestour 1

Habe ich bei Ankunft noch gesagt „Klar mieten wir uns einen Roller und fahren selbst“ wurde ich davon schnell kuriert. Nein Leute! Fahrt bloß nicht selber!! Der Verkehr ist die Hölle!! Außer ihr seid lebensmüde oder Adrenalinjunkies…never ever!!

Tour Guides und Fahrer gibt es in Bali an jeder Ecke und das zu einem günstigen Preis (hier herrscht nunmal eine ganz andere Auffassung von Geld!). Und die haben das „intuitive“ Fahren wie unser Guide Putu gesagt hat echt drauf. StVO?? Was ist das?!

Ne!!! Nochmal kommt gar nicht erst auf die Idee! Ne! Ne! Ne!

Stellt euch aber von Anfang an darauf ein, dass ihr geduldig sein müsst, hier braucht man dank 1.000.000 Autos und fünfmal so vielen Rollern mindestens das Doppelte an Zeit. MINDESTENS!! Kein Quatsch!

Früh wurden wir von Putu abgeholt, den kann ich übrigens nur empfehlen, top Englisch, top Infos im Laufe des Tages, top Ausflugsorte!
Für seine Kontaktdaten schreibt mich gerne an, ich selbst habe ihn im Reisebüro empfohlen bekommen.


Zuerst ging es zu etwas richtig kulturellem: Dem Barong Tanz.

Handlung des ganzen: Der Kampf zwischen Gut und Böse.
Am Ende gewinnt aber keiner: Eins ist ohne das Andere eben nicht möglich.

Der Barong ist dabei ein löwenartiges Wesen und war schon witzig anzuschauen.
Die Kostüme muss ich gesondert erwähnen! Wirklich sehenswert und ganz toll!
Der Tanz mal etwas ganz anderes!

Man hat am Anfang auch einen Zettel mit der Geschichte erhalten um dem ganzen Folgen zu können. Jep ich hab den Zettel auch gebraucht.
Wobei für mich die Geschichte eigentlich egal war. Mir hat die fremdländische Musik, die Begeisterung der Tänzer und einfach die Vermittlung der Kultur gereicht.

Wenn ihr in Bali seid schaut es euch einfach an! Der Eintritt kostet an die 6 Euro und ein bisschen Kultur sollte sein!



Über einen Zwischenstop in einer Batik-Werkstatt (fande ich leider nicht interessant), ging es dann


in einen Tempel

Obwohl der Islam die Hauptreligion Indonesiens ist, leben auf Bali zum Großteil Hindus. Eine große Beschreibung der Religion gebe ich jetzt nicht, einfach nicht mein Thema.
Das Tragen eines sog. Sarongs ist beim Besuch eines Tempels Pflicht. Andere Religionen sollte man respektieren. Dieses rockartige Kleidungsstück kann man sich für einen kleinen Obolus vorher leihen. Mir gefallen sie richtig gut, total bunt.
Putu hat uns einiges über die Religion und den Aufbau eines Tempels erzählt und alle unsere Fragen beantwortet.
Highlight für mich sind zum einen die kleinen Opfergaben, die man überall auf der Insel findet, sowie die reichlichen Verzierungen der Tempel.
Gerade die Holzschnitzerein und Bildhauerwerke zeigen, wie künstlerisch begabt die Balinesen sind! Wunderschön!



Danach hieß es

Ab zum Tegenungan-Wasserfall.

Hier hat man richtig gemerkt, wie sehr der Tourismus Einzug in das Land gehalten hat! Verkaufsstände, Fotopoints und viele Menschen. Trotzdem haben wir es uns nicht nehmen lassen den steilen Abstieg zum Wasserfall zu meistern.
Dort kann man auch schwimmen…Lasst hier aber die Schuhe an….mir war das Wasser allerdings zu dreckig….



Danach folgte ein Stop auf den ich mich besonders gefreut habe:


Der Monkey Forest in Ubud

Ein Wald voller Affen! Makaken um genau zu sein.

Der Wald an sich mit seinen hohen Bäumen ist schon wunderschön.
Ich wusste gar nicht dass ein Ficus so riiiiiesig und schön werden kann! Mmmh würde ich nur nicht alle Pflanzen umbringen…..ein kleiner Ficus….ah ne zurück zum Thema!

Putu hat uns sofort in die Verhaltensregeln eingeführt. Affen bitte nicht anfassen! Finde ich aber auch selbstverständlich! Es sind immerhin wilde Tiere. Die kleinen Mäuse haben sich aber auch nicht an uns gestört, (auch nicht an meinem „Wer hat die Kokosnuss“- Gesang :-D) herumgetollt und gegessen.

Da sie uns Menschen jeden Tag begegnen, hat es den ein oder anderen dann doch mal auf einen Rucksack verschlagen.
Achtung: Die sind schlau und der Rucksack war schneller auf als gedacht, hier ist dann Vorsicht geboten! So ein kleiner Affe kann ganz schön aggro werden!

Für mich war es einfach schön die Tiere zu beobachten und auch einen Blick auf das ein oder andere Affenbaby zu erhaschen. Als Souvenir konnten wir dann noch mit einem der Waldbewohner ein Affenselfie machen. Sehr talentierter Fotograf muss ich sagen.

Hier wurde mir wieder einmal bewusst, wie wichtig es ist Arten zu schützen.



Durch Ubud hindurch, eine sehr sehr belebte Yoga-Stadt, vor allem durch den Film „Eat Pray Love“ bekannt geworden, ging es an zahlreichen Verkaufsständen vorbei. Was hier alles verkauft wird! Unvorstellbar!! Wie soll man bitte eine riiiiiiiiesige Wurzel in den Flieger bekommen?!
Spaß beiseite, viele Menschen hier leben in Armut, sind also froh die Möglichkeit eines Einkommens zu haben!

Unser Ziel war wohl einer der bekanntesten Spots in Bali:


Die Tegalalang-Reisterrassen

Wie der Name schon sagt, sind diese Felder Terrassenförmig angeordnet und versprühen so ihren ganz eigenen Charme…Naja hier waren auch wieder genügend Menschen.

Dreimal im Jahr kann in Bali Reis geerntet werden. Der Spaziergang durch die Reisfelder war wirklich schön, waren sie doch zum Großteil grün.


Eines der bekanntesten Bilder aus Bali


Okay ich geb es zu ich bin schon zwischendurch ein kleiner waschechter Touri, so musste auch ich auf eine der berühmten „Bali Swings“.
Eine überdimensionale Schaukel. Ich kleiner Höhenangsthase bin über meinen Schatten gesprungen und über das Grün geflogen!
Hat echt Spaß gemacht! Dass diese Schaukeln nicht getüvt sind kann man ja ausblenden!


Swingin‘ in the weekend like….


Der letzte Ort unserer Reise war


Eine Kaffeeplantage

Hier wurden uns zum einen verschiedene Pflanzen und der Kaffeeröstprozess gezeigt.
Wer weiß dass es auch rote Ananas gibt?? Ich nicht!! Wieder was gelernt.

Am Ende konnten wir kostenlos verschiedene Kaffesorten und Tee probieren! Mein Favorit: Vanillekaffee was auch sonst!! Naja und der „Anti-Cancer-Tea“ war auch sehr lecker.

In Bali gibt es übrigens den teuersten Kaffee der Welt:
Luwak Coffee oder auch Katzenkaffee genannt.

Das Besondere: Kleine wirklich süße Tierchen, die Fleckenmusangs fressen für ihr Leben gerne Kaffeebohnen. Diese werden verdaut und naja…finden ihren Weg in die Natur zurück. Durch den Verdauungsprozess entsteht ein ganz eigenes Aroma.

Mir war die Spezialität wirklich zu sauer, einer meiner Reisebegleiter hat ihn probiert. Da er so teuer ist, trinkt der Balinese ihn nur zu besonderen Anlässen, für ihn ist er „Medizin“.

Leider ist auch hier die Geldgier groß geworden, sodass die kleinen Musangs oft in Batterien gehalten werden…da weint mein kleines Tierliebe-Herz!
Zum Glück waren wir auf einer Plantage, wo die sog. „Poohunter“ morgens um 6 Uhr durch den Wald jumpen und den Kaffee einsammeln.
Also wenn ich irgendwann einen Tapetenwechsel will….Top Beruf!
(Meine Alternative „Schafzüchter in Neuseeland“ ist auf Platz 3 verdrängt worden)


Man darf alles einmal probieren!


Danach ging es für uns durch den zähen Verkehr wieder ins Hotel. Während der Fahrt konnte ich Putu richtig schön ausfragen und habe viel über das Leben auf der Insel erfahren.

Das war eine wirkliche Touri-Crash Tour, mit vielen vielen Eindrücken! Ich bin sehr froh sie gemacht zu haben, mit Fahrer!
So viel sieht man selten an einem Tag! Gut geschlafen habe ich danach auf jeden Fall! Der Jetlag war vertrieben!


Im nächsten Teil des Reiseberichtes verlassen wir Bali…..oh und wir steigen doch auf einen Roller!


To be continued…..


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